Vielleicht fragst du dich schon lange, warum du in bestimmten Situationen immer wieder gleich handelst. Obwohl du es doch längst besser machen möchtest.
In dem Moment, in dem du verstehst, woher diese Reaktionen kommen, verändert sich etwas.
Du hörst auf, die Schuld ständig bei dir zu suchen.
Du bist eigentlich erschöpft. Trotzdem sagst du Ja, als deine Mutter, eine Kollegin oder jemand aus deiner Familie dich um etwas bittet. Ein Nein würde sich sofort falsch anfühlen – also machst du es doch. Und später ärgerst du dich über dich selbst, weil du genau weißt, dass du eigentlich keine Kraft mehr hattest.
Vielleicht erschrickst du auch plötzlich über etwas ganz anderes: Dein Kind reagiert in bestimmten Situationen genauso ängstlich wie du. Du erkennst dich selbst darin wieder und denkst:
Oder ein Gespräch lässt dich einfach nicht los. Du gehst Satz für Satz noch einmal durch. Hast du etwas Falsches gesagt? War deine Reaktion richtig? Solltest du noch einmal schreiben oder nachfragen?
Und manchmal ist es die Angst selbst, die dich nicht zur Ruhe kommen lässt. Du suchst nach Sicherheit, fragst andere um ihre Einschätzung – und trotzdem beginnen deine Gedanken kurze Zeit später wieder von vorn.
Vielleicht hast du lange geglaubt, du müsstest dich einfach nur mehr zusammenreißen.
Gelassener werden.
Selbstbewusster sein.
Endlich lernen, Nein zu sagen.
Doch was, wenn das gar nicht der eigentliche Ansatz ist?
Nicht weil mit dir etwas nicht stimmt.
Sondern weil jede Reaktion einen Ursprung hat.
In dem Moment. In dem du dich auf diesen
Ursprung verstehst, verändert sich etwas.
Du hörst auf, ständig die Schuld bei dir zu suchen.
Du beginnst, dich selbst mit anderen Augen zu sehen.
Als Kind bin ich bei gehörlosen Eltern aufgewachsen und habe sehr früh Verantwortung übernehmen müssen.
Ich wollte dafür sorgen, dass es meinen Eltern gut geht, habe geholfen, vermittelt und vieles getragen, was für mich selbstverständlich war.
Und genau das habe ich mit in mein Erwachsenenleben genommen.
Für andere da sein. Verantwortung übernehmen. Funktionieren, Gebraucht werden.
Lange habe ich nicht erkannt, wie sehr ich dabei selbst auf der Strecke blieb.
Bis ich mit fast 40 an einen Punkt kam, an dem ich spürte:
Erst als ich begann zu verstehen, warum ich so geworden bin und was mich geprägt hat, konnte ich mich selbst mit anderen Augen sehen.
Heute ist genau dieses Verstehen ein wesentlicher Teil meiner Arbeit mit Frauen.
Denn ich weiß,wie viel sich verändern kann, wenn du plötzlich erkennst:
Jede Frau bringt ihre eigene Geschichte mit. Ihre Erfahrungen, ihre Prägungen und das, was sie heute beschäftigt.
Deshalb gibt es bei mir keine Lösung nach Schema F.
Wir schauen gemeinsam darauf, was gerade wirklich hinter deinem Thema steht und was du brauchst, um für dich etwas zu verändern.